Was bringt das Dylan-Jahr 2013?

Alle Jahre wieder der Rückblick und Ausblick. Da es unser Freund,
trotz seiner weltwDylan_backeiten Kunstausstellungen, scheinbar weiterhin nicht lassen kann, Platten aufzunehmen und auf Tour zu gehen, macht die Titelfrage immer noch Sinn und das dahinter steckende rumspekulieren immer noch Freude.

Das Jahr 2012 war für Dylan und seine Fans geprägt durch zwei Höhepunkte und einem (vermeintlichen) Kontrapunkt. Anfang des Jahres elektrisierte die Nachricht, dass Bob wieder im Studio gewesen sei, alle gleichermaßen. Das dann im September erschienene Werk „Tempest“ lohnte das Warten und ist ein fabelhaftes Alterswerk geworden. Dass es jetzt bei den Grammy-Nominierungen leer ausging, ist völlig unverständlich.

Zwischen Aufnahme und Erscheinen der Platte lag wieder eine ganze Reihe von Konzerten. Insbesondere die Sommertour durch Europa war sensationell. Wer ihn an einem lauen Sommerabend im Bad Mergentheimer Schlosshof sehen konnte, erlebte eines der besten Dylan-Konzerte überhaupt. Wie er sich den ganzen Abend nicht mehr vom Flügel lösen konnte und voller Spielfreude und Genialität wunderbare Versionen seiner Songs zum Besten gab, war einfach nur überirdisch.

Doch im Herbst der Kontrapunkt. Wieder ließ sich Dylan zu dem nicht stimmigen Doppelpack mit Mark Knopfler hinreißen. Und wieder verlor er. Denn: Ein abstrakte Werke schaffender Picasso hat auf dem Kunsthandwerkermarkt gegen den farbenfrohen Pinsler naiver Malerei kaum eine Chance. Die Folge: Schmähende Kritiken und wieder einmal die Bitte, er möge doch aufhören. Aber wenn auch die Konzerte nicht die Klasse des Sommers hatten, so wussten Ohrenzeugen doch von starken Auftritten zu berichten.

Für das kommende Jahr gibt es gerüchteweise natürlich wieder Tourpläne. Japan sei anvisiert. Und Sony wird uns wohl mit den Bootleg Series Volume 10 beglücken. Die englischen Dylan-Afficionados von ISIS spekulieren über Material von 1969/70. Das hieße dann eventuell die Cash-Sessions, die Harrison-Sessions und Material von den Self Portrait-Aufnahmen.

Ach ja, und nach dem 70. Geburtstag Dylans im Jahr 2011, und seinem 50. Jubiläum als Recording Artist in diesem Jahr, können wir 2013 ein weiteres Jubiläum feiern: Im August 1963 wurde „Blowin‘ In The Wind“ auf dem Album „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ veröffentlicht. Ein früher Geniestreich auf den noch viele folgen sollten.

In diesem Sinne auf ein erfolgreiches Musik- und Dylan-Jahr 2013!  Und auch dieses Jahr stimmen wir uns auf die Weihnachtstage mit Bob’s etwas anderen Weihnachtsfeier ein:

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4 Antworten to “Was bringt das Dylan-Jahr 2013?”

  1. maarten van pottelberghe Says:

    so ein quatsch, die echte fans geniessen das zusammenspiel knopfler/dylan und scheren sich ein s….dreck um irgendwelche kritiken. Nimm dir ein beispiel an mein guten freund Ian Woodward von ISIS, der hat’s einfach, wie ich ach genossen.

  2. maarten van pottelberghe Says:

    wobei, das ein bis’l hard war, ich meine den teil über Knopfler/Dylan war quatsch, der rest ist super.

  3. bobby1963 Says:

    Hallo Maarten, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich ticke halt Knopflers heutige Musik nicht so sehr und habe daher auch damals im Herbst 2011 den ersten Teil des Konzerts in Mannheim nicht so richtig genießen können…😉
    Aber Musik ist halt Geschmacksfrage und daher finde ich meine Einschätzung des Dylan/Knopfler-Doppelpack auch keinesfalls quatschig.😉

  4. Maarten Says:

    Lol, thnx fuer dein feedback. Beside (bob u. Mark) scheinen sich sehr zu schätzen, daher stört es mich immer wieder um solche Kommentare, egal von welche Seite, lesen zu müssen.😉

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