Archive for April 2013

Happy Birthday, Willie!

30. April 2013

Willie_coverUnglaublich: Unser Lieblings-Outlaw ist heute 80 Jahre alt geworden! Willie Nelson – Texaner und linksliberaler Freigeist, Sänger wunderschöner Lieder, stilsicherer Instrumentalist auf seiner Gitarre „Trigger“ und einer der wichtigsten Protagonisten der Countrymusik überhaupt.

Anfangs noch braver Sänger im Nashville-Sound, ging er später zurück in seine Heimat Texas und wurde zu einem der Anführer rebellischen Outlaw-Country-Bewegung, bildete mit seinen Freunden Johnny Cash, Waylon Jennings und Kris Kristofferson die legendären „Highwaymen“, nahm die Anregung seines Freundes Bob Dylan auf und rief die Farm Aid-Festivals ins Leben, und bringt heute ein entspanntes Alterswerk nach dem anderen heraus. Eine Legende, eine Ikone, ein Stück Musikgeschichte.

Hut ab vor dem großen Willie Nelson. Happy Birthday, Willie! Auf die nächsten 80 Jahre!

Als musikalische Verneigung hier Mr. Bob Dylan mit Willies Song „Angel Flying Too Close to The Ground“:

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DeinLandMeinLand Revisited

20. April 2013

Altogether1Gelungener Performance-Abend in Frankfurt

Die Organisatoren Martin Wimmer, Andreas Gärtner und Robert Bock dürfen sich freuen. „DeinLandMeinLand“, die Veranstaltung am 16. April, die die Situationistische Internationale, die Solidarische Moderne sowie Folk und Americana zusammenbringen sollte, war ein voller Erfolg. Eine volle Ausstellungshalle in Sachsenhausen und ein Publikum, das sichtlich angetan war von Musik und Lesungen zeugten von einem gelungenen Abend.

Martin Wimmer spießte in seinen Textbeiträgen mit feinem Witz ungeahnte Parallellen und historisch-kulturelle Verbindungen zwischen Amerika, Schweden und Bayern auf, die Singer-Songwriter Markus Rill und Eva Hillered begeisterten mit ebenso gefühlvollem, wie erdig-rauhen Americana, Thomas Waldherr stellte Woody Guthrie, Hank Williams, Johnny Cash und Bob Dylan in einen historisch-politischen Zusammenhang und Andreas Gärtner erläuterte den Prozess, wie sein und Martin Wimmers Kunstwerk „DeinLandMeinLand“ entstand.

Nachdem alle zum Abschluss gemeinsam Woodys Hymne „This Land Is Your Land“ gesungen hatten, schlossen sich an das offizielle Programm noch interessante Gespräche an. Auch das war ja ein wichtiges Ziel der Veranstaltung. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass dieser Abend eine Fortsetzung erfährt. Denn ein „Salon“ mit solch einer politisch-musikalischen Ausrichtung fehlte in Frankfurt bislang.

Und noch einmal Lesung und Musik

12. April 2013

telerose-bobfest_Die „DoubleDylans“ und Thomas Waldherr am 24. Mai im Frankfurter „Mosaik“

Anlässlich des 72. Geburtstages von Bob Dylan werden die  legendären „DoubleDylans“ und der Autor dieses Blogs am Freitag, dem 24. Mai, wieder eine Geburtstagsfeier für „His Bobness“ ausrichten. Ab 20 Uhr werden wir ihn unter dem Titel „Yeah! Heavy And A Bottle Of Bread“ in der Frankfurter Jazz-Bar „Mosaik“ (Freiligrathstraße 57) mit einer Lesung und viel Musik ehren und preisen.

Das „Mosaik“ ist ein hübsches, gemütliches Lokal und zusammen mit dem hochklassigen Programm die Anfahrt allemal wert. Zumal auch der Eintritt frei ist. Die Künstler werden es sich aber nicht nehmen lassen,  ihre vier Hüte herumgehen zu lassen.

Wieder unterwegs und wieder ganz anders

7. April 2013

buffalo2013-2Lange war die Winterpause und die Ungeduldigen und die Zweifler unter uns fragten sich schon, ob das Ende schon gekommen ist. Ist die große Bob-Tour jetzt vorbei? Die Netz-Trolle streuten böse Gerüchte und die Szene war nervös. Und dann doch: Es geht weiter! Bob Dylan tourt von Anfang April bis Anfang Mai an der US-Ostküste und deren Hinterland durch die Universitätsstädte und gastiert in den Uni-Arenen.

Und das was sich im letzten Sommer positiv andeutete (Grand Piano und unbändige Spielfreude!) und im Herbst negativ – die Shows waren nicht schlecht, aber Dylan hatte den Autopilot eingeschaltet – zeigt sich nun in diesem Frühjahr. Dylan hatte mal wieder Lust auf Veränderungen: 1. Maßnahme: der Blues-Gitarrist Duke Robillard ersetzt den Texas-Rocker Charlie Sexton. 2. Maßnahme: Die Setlist ist radikal verändert. Vier Songs von „Tempest“ sind drin und die großen 60er-Hits sind raus: Kein Rolling Stone, kein Blowin‘ In The Wind. Stattdessen aus jeder Schaffensphase was. Die Korsettstangen sind „Things Have Changed“, „Tangled Up In Blue“ und „Ballad Of A Thin Man“.

Die drei Songs und die Art der Setlist können denn auch als künstlerisches Statement gelesen werden: Lest die Texte, wenn ihr dem nahekommen wollt, wer dieser Bob Dylan mal gewesen ist und im Jahr 2013 eigentlich ist oder sein möchte oder sein könnte… Und vielleicht muss man es auch als Ausrufezeichen verstehen, wenn Bob Dylan am zweiten Tag der Tour bis auf zwei Songs genau die gleiche Setlist spielt wie am Vorabend. Schon lange nicht mehr vorgekommen. Die Statistiker unter den Dylan-Fans werden es wissen und publik machen.

Tja, der alte Knabe schafft es immer wieder, uns zu überraschen. Auch mit bald 72 Jahren ist der Lockenkopf flexibel und risikofreudig geblieben. Das Dylan-Jahr 2013 fängt bestens an.

Ein paar Eindrücke aus dem Konzert vom 5. April in Buffalo, New York, gibt ein junger Dylan-Fan mit Film-Ausschnitten aus der Show auf YouTube zum Besten: