25 Jahre Neverending Tour

In diesen Tagen jährt sich der Auftakt der Never Ending Tour (NET) zum 25. Mal. Ging Dylan vorher im normalen Abstand von 2-3 Jahren –Thomas&Bob abgesehen von der 8jährigen Tourpause zwischen 1966 und 1974  – auf Konzertreise, so ist er seit dem  7.Juni 1988 jedes Jahr von Winter/Frühjahr bis Herbst weltweit unterwegs on Tour.

Nach erst zwei Dylan-Konzerterlebnissen 1981 in Mannheim und 1987 in Frankfurt, stieg ich 1991 in die NET ein. Zu erleben waren beinahe-Abstürze wie 1991 in Offenbach, Wiederauferstehungen wie 1997 in London, einen Crooner-Dylan wie 1995 in Aschaffenburg und wenige Monate später einen Gitarren-Gott-Dylan in Stuttgart. Wir sahen ihn in abgewanzten Stadthallen (nochmal Offenbach 1991), in gesichtslosen Mehrzweckhallen (2002 Oberhausen, 2005 Wetzlar) aber auch auf idyllischen Freilichtbühnen (1998 Hamburg, 2006 Gelsenkirchen, 2012 Bad Mergentheim). Wir sahen ihn in der Ferne (1997 London, 2008 Alicante, 2010 Linz) und alleine viermal in der wunderbaren Jahrhunderthalle in Frankfurt (2000, 2002, 2003, 2007).

Ich bin eigentlich kein Freund der Hitparaden und Rankings – das Beste, das Größte usw. – ich unterschiede lieber zwischen Konzerten, die mich besonders berührt haben und die für mich immer unvergessen bleiben werden, und denen, die recht schön und ganz in Ordnung waren. Hier die Liste meiner absoluten Favoriten:

1991 Offenbach (wegen Fall und Aufstieg in einem Konzert)
1993 Wiesbaden (wegen der wieder erlangten Präsenz)
1995 Aschaffenburg + Stuttgart (Vom Crooner zum Gitarren-Hero binnen weniger Monate!)
1998 Hamburg (wegen der Dramatik: Spielt er überhaupt? Und wie er spielt!)
2000 Frankfurt (Kommunikativ und spielfreudig wie selten)
2006 Gelsenkirchen (wegen der tollen Atmosphäre zu der Dylan sein Übriges getan hat)
2007 Frankfurt (wegen des überirdischen „Nettie Moore“)
2009 Saarbrücken (für ein sagenhaftes „Blowin‘ In The Wind“)
2012 Bad Mergentheim (wegen der Weltpremiere: Das gesamte Konzert am Grand Piano!)

Längst sind die Besuche von Dylan-Konzerten ein wichtiger Teil meines Lebens, den ich eigentlich nicht missen will. Irgendwann wird es aber enden, wird die NET abgeschlossen sein. Ich weiß nicht, wie lange Dylan noch auf der Bühne stehen wird. Hoffentlich noch lange. Willie Nelson ist Achtzig und tut es. B.B. King ist 87 und tut es. Chuck Berry ist 86 und tut es. Und Little Jimmie Dickens tritt auch mit 92 Jahren immer noch in der Grand Ole Opry auf.

Mach’s ihnen nach, Bobby!

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