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„Indie, Woody, Country“

24. August 2017

„Americana im Pädagog“ bleibt auch im zweiten Halbjahr 2017 abwechslungsreich und vielfältig

„Americana im Pädagog“-Kurator Thomas Waldherr

Die Darmstädter Konzertreihe „Americana im Pädagog“ versucht immer wieder die große Bandbreite dieser Musik darzustellen und auszuloten. Nach dem erfolgreichen ersten Halbjahr mit fünf (!) bestens besuchten Veranstaltungen – „Lovesongs For The Other America“ (Folk- und Protestsong), „Mississippi“ mit Richie Arndt (Blues), The Lasses & Sue Ferrers (American Mountain Music & ihre schottisch-irischen Wurzeln), Sonia Rutstein (Folk & Folkrock) und „Bob Dylan: Planetenwellen“ mit Heinrich Detering und Dan Dietrich (Lesung mit Musik) wird auch im Herbst ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm im Theater im Pädagog geboten.

Kurator Thomas Waldherr, Musikjournalist sowie Americana- und Bob Dylan-Experte: „Die Spanne reicht diesmal von jungem Indie-Folk mit dem Duo Kenneth Minor am 28.9. über das humorvolle Americana-Programm der Lucky Wilson Band am 26.10 sowie einem Vortragsabend zur amerikanischen Folk-Ikone Woody Guthrie am 8.11. bis hin zum vorweihnachtlichen ‚Classic Country & Christmas‘-Abend mit der Texas House Band am 30.11.“ Beginn der Veranstaltungen ist jeweils 20 Uhr.
Auch TIP-Direktor Klaus Lavies ist voller Vorfreude: „Gut, dass es wieder losgeht, die Americana-Reihe ist eine wichtige Säule im Programm und erfährt durchweg einen sehr guten Zuschauerzuspruch.“

Hier die Veranstaltungen im Einzelnen:

Kenneth Minor (Donnerstag, 28. September, Eintritt 8 Euro)
Indie-Folk
Das Publikum darf sich auf ein ganz besonderes Duo-Paket voller neuer Geschichten und Folk-Songs freuen, die das Leben schreibt. Vorgetragen mit einer Gitarre und zwei Stimmen von Jörg Christiani und Athena Isabella. Mit Melodien, „die“, so der Rolling Stone, „von Mark Everett, Ray Davies oder They Might Be Giants“ stammen könnten. Die neue Platte “Phantom Pain Reliever“, zu der jüngst Jakob Friedrichs (Element of Crime) mit den Worten: „Tolle Songs, toller Sound und auch die Instrumentierung ist schön“ gratulierte, haben Kenneth Minor natürlich mit im Gepäck.

The Lucky Wilson Band (Donnerstag, 26. Oktober, Eintritt 12 Euro)
Finest Americana Music
Blues-Rock-Country-Swing der Marke LUCKY WILSON BAND ist 100% handmade, authentisch amerikanisch und für hiesige Breitengrade ziemlich unverwechselbar. „Grandpa“ Lucky Wilson (Git./Voc.) und seine vier „Geschwister“ Virginia Wilson, geb. Woolfe (Geige/Voc.), Willie Wilson (Baß/Voc.), Phil „the Kid“ Wilson (Git.) und Santa Claus Wilson (Drums) stehen für virtuose Spielfreude und vielstimmige Gesangsparts mit einem gezielten Schuß Entertainment. Unter einer Bedingung: die Sheriffs müssen draußen bleiben.

Woody Guthrie – Leben und Wirken (Mittwoch, 8. November, Eintritt 10 Euro)
Multimediavortrag von und mit Thomas Waldherr
Woody Guthrie ist eine Legende der Folkmusik und eine kulturelle Ikone der US-amerikanischen Linken. Mit „This Land Is Your Land, This Land Is My Land“ schrieb er die Hymne des „anderen Amerika“ und beeinflusste Musiker wie Pete Seeger, Joan Baez und Bob Dylan. Aus Anlass seines 50. Todestages – Guthrie verstarb am 3. Oktober 1967 im Alter von 55 Jahren an den Folgen der Nervenkrankheit Chorea Huntington – hält Thomas Waldherr im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Darmstadt mit „Americana im Pädagog“ einen Vortrag über Werk und Wirkung Woody Guthries vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA von den 1930er bis 1960er Jahren. Der Multimediavortrag mit vielen Musikbeispielen soll einen spannenden Einblick in dieses Kapitel der amerikanischen Gesellschafts- und Kulturgeschichte geben.

TeXas House Band (Donnerstag, 30. November, 12 Euro)
Classic Country & Christmas
Das abwechslungsreiche Programm der TeXas House Band reicht von traditionellen Cajun-, Blues- und Bluegrass-Songs über kernige Country-Klassiker und Western Swing hin zu gefühlvollen Balladen und teils poppig-melodischen Eigenkompositionen von Songwriter Helt Oncale. Charakteristisch für die TeXas House Band sind eine große Spielfreude und Musikalität, ein authentischer Sound und eine lockere, entspannt amerikanische Atmosphäre, die sich automatisch auf das Publikum überträgt. Beim Darmstädter Konzert läuten sie mit Country-Klassikern und Country-Christmas-Songs kurz vor dem 1. Advent die Vorweihnachtszeit ein. Die TeXas House Band sind: Helt Oncale (Gitarre, Fiddle, Gesang), Dave Schömer (Bass, Gesang), Christian Schüssler (Drums) und Dietmar Wächtler (Pedal Steel, Gesang)

Karten für die Veranstaltungen können im Vorverkauf online unter http://www.paedagogtheater.de erworben werden. Vorbestellungen sind unter 06151 – 66 01 306 telefonisch und unter theaterimpaedagog@gmx.de per E-Mail möglich.</strong

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Zuviel desselben

1. April 2017


Warum mir Bob Dylans neues Album Respekt abnötigt, mich aber nicht begeistert

Als die Nachricht durchsickerte, Dylan würde ein Dreifach-Album mit Songs vom Great American Songbook veröffentlichen, da fand ich unter meinen Dylan-Freunden keinen, der so richtig begeistert war. Ich stellte mir eher die bange Frage „Hoffentlich ist das Lager jetzt leer?“. Denn war „Shadows in the night“ noch originell, so erschien „Fallen Angels“ eher wie eine zähe, nicht notwendige Fortsetzung. Und was ich dann bei „Triplicate“ befürchtete, trat schon beim Hören der Promo-Songauswahl ein: Es schleppt sich dahin, Dylan singt höchst respektabel, die Arrangements sind höchst respektabel, aber die Songauswahl, die Stimmung, die Themen, das Tempo ist immer gleich. So kommen die drei Silberlinge einfach nicht vom Fleck. Selten hat Dylan eine gute Idee so totgeritten.

Das Problem ist nicht, dass der „Vater des Americana“, dessen Musik auf den Roots der ruralen Populärmusik fußt, nun exzessiv den Roots der urbanen Populärmusik, dem „Great American Songbook“ frönt. Nein, er zeigt damit sein tiefes Verständnis für und seine Hingabe an alle Formen der amerikanischen Musik. Sogar zur amerikanischen klassischen Musik gibt es ja über Aaron Copland – jahrelang ließ er vor seinen Konzerten dessen „Fanfare for he common man“ spielen – einen Link.

Apropos „common man“. Im eben erschienenen exklusiven und wieder einmal überraschenden, langen Interview bezeichnet er die Lieder, der er gerade veröffentlicht hat, als Musik für die einfachen Leute. Für sie hat er tatsächlich Empathie. So sehr Bob Dylan seine Privatsphäre schützt und sich zurückzieht vor allzu viel Kontakt, so hat er dennoch eine ganz feste Beziehung zum „common man“. Anfang der 1990er wurde er mal gefragt, wen er besonders schätze. Und statt irgendeines Promi, Literaten oder sonstigen „Wichtigen“, nannte er „den Typ, der gerade mein Auto repariert hat.“ Der scheue Bob Dylan ist wahrscheinlich viel mehr im hier und jetzt geerdet, als so mancher, der ganz professionell das Bad in der Menge sucht.

Doch kommen wir zurück zu „Triplicate“. Das Problem dieser Platte ist die Stimmung der Songs. Und das ist ein grundsätzliches Problem, denn die ist ja von Dylan so gewollt. Dylans Alben mit eigenen Songs zeichnen sich in der Regel auch durch ihre gute Komposition aus. Stimmungen, Themen, Tempi wechseln. Wie im Leben halt. Bestes Beispiel ist hier für mich „Desire“. Nach dem großartig aufwühlenden, mitreißenden, aber auch verstörenden Anfang mit „Hurricane“, geht’s luftig l(s)eicht und locker an den Strand nach „Mozambique“. Dann tritt „Isis“ auf, dann befinden wir uns plötzlich auf der Flucht an der Grenze zu Mexiko und im nächsten Schritt ebenso dramatisch wie bizarr auf einer Südseeinsel, um schließlich mit dem Sänger seine Verflossene zu beweinen. Auf und ab. Lebensfroh, gefährlich, traurig – einfach meisterhaft!

„Triplicate“ ist ebenso wie seine beiden Vorgängeralben eine Reflektion im Alter über Leben, Liebe, Betrug, Verlust und Vergänglichkeit. Melancholie und Sentiment beherrschen die drei Scheiben. Es ist respektabel welche künstlerische Form Dylan für dieses, sein ihm sehr wichtiges Anliegen wählt. Aber für mich, der Dylan seit über 40 Jahren über alle Maßen schätzt und stetig intensiv verfolgt, ist es schwer, diese Platte wirklich zu mögen. Sie nötigt mir Respekt ab. Richtige Freude empfinde ich dagegen für das nächste Konzert. Dann werden diese Songs neben den von ihm ausgewählten eigenen Klassiker stehen und mit diesen als Gesamt-Performance funktionieren. Ansonsten bleibt zu hoffen, dass dies wirklich nicht das letzte Album dieses großartigen Künstlers und genialen Songwriters gewesen ist.

Mit unbändiger Spielfreude unterwegs auf dem „Freedom Highway“

26. März 2017

Schiere Spielfreude: Rhiannon Giddens in Amsterdam 2017, Photo Credit: Thomas Waldherr


Warum ein musikalisch vielseitiger Americana-Abend mit Rhiannon Giddens auch ein politisches Statement ist/ Rhiannon Giddens präsentiert sich als lockere und temperamentvolle Teamplayerin

Programmatische politische Statements, wie sie sie im Umfeld der Veröffentlichung ihres neuen Album „Freedom Highway“ getroffen, und noch am Tag des Konzerts in Amsterdam am vergangenen Samstag in der Mittagszeit beim einem Kurzauftritt im Musikhaus Concerto geäußert hatte – „nach der Wahl haben wir das Album „Freedom Highway“ genannt“ – unterließ Rhiannon Giddens in der ausverkauften Amstelkerk. Und dennoch: die Songauswahl – Erzählungen über Schicksale von Schwarzen in der Sklavenzeit („Julie“, „Purchasers Options“), Erinnerungen an die rassistische Gewalt in den 1960ern („Birmingham Sunday“) – und die erklärenden Hinführungen zu den Songs sowie die musikalische Breite des Programms – es erklangen Folk, Blues, Country, Gospel und sogar Cajun-Musik – waren eine klare Aussage: Wir alle sind Amerika, wie lassen uns von dieser US-Regierung nicht spalten. In den 1960er und frühen 1970er Jahren, als Bürgerrechtsbewegung, Studentenunruhen und die Auseinandersetzungen um den Vietnamkrieg die Nation polarisierten, war es Johny Cash, der versuchte die Gräben zu überwinden. Heute übernimmt diese Rolle das Americana-Genre und in ihm seine derzeit bedeutendste weibliche Frauenstimme ein – Rhiannon Giddens.

Und die verstand es an diesem Abend wieder einmal das Publikum von Anfang an mitzureißen. Das war Anfang letzten Jahres genauso. Doch war es diesmal eine ganz andere Art von Performance. War das Konzert 2016 ganz auf die Frontfrau zugeschnitten und gab diese eine mitreißende, aber sehr strenge, durchgeplante Performance ab, so konnten die Zuhörer am Samstagabend eine vor Spielfreude und Lust aufs gemeinsame Musizieren mit ihren Kumpanen schier berstende Rhiannon Giddens erleben, die man selten so locker erlebt hat.

Ob es die Anwesenheit von Dirk Powell, ihrem Co-Produzenten von „Freedom Highway“ war – einem mit allen Wassern gewaschenen Multiinstrumentalisten, der mit seiner Präsenz der Frontfrau Halt und die notwendigen Spielräume gab, kann nur vermutet werden, vielleicht hat sich aber auch in der jetzigen Konstellation – neben Powell waren wieder Hubby Jenkins (Gitarre, Banjo, Mandoline) Jason Sypher (Bass) und Jamie Dick (Drums) mit dabei – einfach auch die ideale Band gefunden.

Ein sichtbarer Ausdruck von Rhiannons neuer Lockerheit war, dass es kein spezielles Bühnen-Outfit gab. Mit denselben Alltagsklamotten mit denen sie am Nachmittag gutgelaunt mit der Band an den Grachten entlangschlenderte, stürzte sie sich Hals über Kopf in ein fantastisches, berauschendes Konzert. Ihre faszinierenden Vorträge von Songs wie „Waterboy“, „Spanish Mary“ (vertont nach Lyrics von Bob Dylan), dem Patsy Cline-Hit „She’s Got You“ oder Sister Roseta Tharpes „Music In The Air“ steigert sie oftmals in stakkatohaften Scat-Gesang oder dramatische Lautstärke und Entschlossenheit und erzählt und lebt dabei voller Hingabe in Mimik und Gestik ihre Songs richtig aus.

Ein weiteres Zeugnis, dass Rhiannon Giddens 2017 scheinbar endlich mit sich und in ihrer Musik vollauf zufrieden ist – wir erinnern uns an den Film zu den „New Basement Tapes“, als sie voller Selbstzweifel T Bone Burnett als freundlichen Ratgeber brauchte, um zu ihrer Version der Songs zu finden – war ihre große Fröhlichkeit, die alles andere als routiniert gespielt war. Die Kommunikation mit dem Publikum war herzlich und spontan und auch nach dem Konzert nahm sie sich Zeit für Gespräche mit den Fans.

Rhiannon Giddens: Eine Ausnahmeerscheinung, die noch weiter reifen kann, Photo Credit: Thomas Waldherr

Und wieder einmal fällt uns ein, wie großartig es ist, über Jahre verfolgen zu können, wie ein Künstler oder eine Künstlerin sich entwickelt, reift, eine Form findet und dann wieder verändert. Rhiannon Giddens ist jetzt schon großartig, eine Ausnahmeerscheinung und starke Stimme des „anderen Amerika“. Aber sie ist auch jung genug, um noch tiefer und noch reifer zu werden.

Love Songs For The Other America

4. Dezember 2016

Americana-Konzert mit großem Line-Up gegen Hass, Rassismus und soziale Spaltung in den USA und anderswo im Darmstädter TIP

Am Donnerstag, 19. Januar findet im Rahmen der Reihe „Americana im Pädagog“ ein ganz besonderes Konzert statt. Am Vorabend der Amtseinführung des 45. US-Präsidenten Donald Trump spielen Americana-Künstler wie Biber Herrmann, Markus Rill, Wolf Schubert-K. und Candyjane“ Lovesongs For The Other America“, Lieder des „anderen Amerika“, gegen Hass, Rassismus, soziale Spaltung und Gewalt.

„Der Trump-Sieg in den USA hat uns alle geschockt. Die Parallelen zu Deutschland und Europa sind nicht zu leugnen, der Hass gegen alles Fremde, nicht der Konformität zugehörigen, setzt sich über Grenzen hinweg. Die Gründe hierfür liegen jedoch woanders. Die Schere zwischen Arm und Reich muss geschlossen werden, die Globalisierungsverlierer und Abgehängten müssen wieder eine soziale Perspektive bekommen Politisch kann das Signal nur heißen, dass man die offene Gesellschaft verteidigt, in dem man sie endlich wieder sozial macht. Uns als Freunde der amerikanischen Musikkultur hat der Trump-Sieg natürlich umso mehr geschockt, weil der kommende 45. Präsident der USA all das ablehnt, was wir in den USA als das „andere Amerika“ stets besonders geschätzt haben“, erklären Thomas Waldherr und Wolf Schubert-K., die die Idee zu dieser Veranstaltung hatten, und sie mit Unterstützung von Klaus Lavies vom „Theater im Pädagog“ organisiert haben.

„An diesem Abend spielen wir die Songs der Bürgerrechtsbewegung und der Gewerkschaften, der LGBT-und Grassroots-Bewegungen: die Musik von Woody Guthrie, Pete Seeger, Joan Baez, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Patti Smith, Tom Morello, Ani DiFranco oder Hurray For The Riff Raff. Zudem wollen wir aus Werken von Allen Ginsberg oder John Steinbeck lesen oder Martin Luther King und Franklin D. Roosevelt zitieren“, erläutern Waldherr und Schubert-K. das Konzept des Abends.
Mit dabei sind: Biber Herrmann, Markus Rill, Wolf Schubert-K., Candyjane, die DoubleDylans, Dan Dietrich, Vanessa Novak, Sue Ferrers & Steffen Huther, Klein & Glücklich, Jen Plater sowie als Moderator Thomas Waldherr.

Die Veranstaltung im Theater im Pädagog beginnt um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 15 Euro. Karten können im Vorverkauf online unter http://www.paedagogtheater.de erworben werden. Vorbestellungen sind unter 06151 – 66 01 306 telefonisch und unter theaterimpaedagog@gmx.de per E-Mail möglich.

Musik aus der Region im Geist von Bob Dylan und Neil Young

31. Juli 2016

Germanicana-Folkfestival gastiert am 13 August erneut in Darmstadt

Wenn am 13. August das Germanicana-Folkfestival erneut Station in Darmstadt macht, dann spielen dort zwar Musiker aus der Rhein-Main-Region, aber überxGermanicana 2-2016_Plakat A2 - 3 allen Darbietungen schwebt der Geist der großen amerikanischen Singer-Songwriter wie Bob Dylan, Neil Young, Hank Williams oder Woody Guthrie. Ideengeber und Initiator Wolf Schubert-K. – mit seiner „Sacred Blues Band“ auch Teil des Programms – drückt es so aus: „Die amerikanische Musik speist sich aus dem, was die Einwanderer mitgebracht haben, nun kommen die amerikanischen Einflüsse zurück über den Teich.“

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr mit einem stimmungsvollen Abend in der schönen Atmosphäre des Hofs vor dem Hoffart-Theater, hoffen die Macher heuer auf eine ähnlich gelungene Neuauflage. „Wir möchten nach Americana im Pädagog das zweite Rootsmusik-Format in Darmstadt fest etablieren“, erklärt Thomas Waldherr die Zielrichtung für das Sommer-Open Air. Waldherr, der im Theater im Pädagog die Americana-Konzertreihe aus der Taufe gehoben hat, bildet mit Schubert-K., Klaus Lavies vom TIP sowie dem Team des Hoffart-Theaters um Andreas Waldschmitt die Organisationscombo des Freilicht-Abends.
Auf dem Programm stehen neben dem schon besagten „Wolf Schubert-K. & The Sacred Bues Band“ aus Frankfurt und Umgebung, „Candyjane“ und „Delta Danny“ aus Darmstadt sowie ein noch nicht namentlich benannter Newcomer-Act. Es verspricht ein sehr vielseitiger Abend zu werden: Delta Danny bringt den Mississippi-Blues an den Woog, sie hat den Blues im Blut und in der Stimme. Die Gitarristin blättert in der frühen Blues-Geschichte:Von den Roots des Country-Blues zu den traditionellen Blues-Songs zwischen Memphis und Chicago.

Auf den Spuren amerikanischer Folk-, Blues- und Countrymusik kreieren Candyjane ihren ganz eigenen high lonesome Sound. Westerngitarre, Gesang, Lapsteel-Gitarre, Kontrabass und Cajon erzeugen sehnsuchtsvolle Schwingungen, die lakonischen Songtexte tun ihr übriges. So changieren sie mit ihrem Country-Soul in bemerkenswerter Weise zwischen Hank Williams und Southern Gothic.

Frisch aus Kanada zurück kommt Wolf Schubert-K. dieses Mal zum Festival. In British Columbia spielte er diesen Sommer ein paar erlesene Soloshows. Folk, Country und Roots Elemente bilden immer noch das Fundament für den Sound seiner Sacred Blues Band. Die Songs dokumentieren jetzt mehr denn je einen leidenschaftlichen Aufbruch und sind ein Appell an die Freiheit. Ganz im Geiste der Vorbilder Bob Dylan und Neil Young.

Und bildhaft, schnell und poetisch slammt und shoutet Roger Jones sich auch dieses Jahr wieder durch die Amerikanische Musikgeschichte.
Beginn ist 18 Uhr, der Eintritt beträgt 20,- Euro, bzw. 18,- Euro im Vorverkauf. Kartenverkauf und Vorbestellungen: Ticketshop im Luisencenter, telefonisch unter 06151/ 4 92 30 14 oder auch online unter: http://www.ztix.de/ticketshop/kalender.html

Neu: Die „Dylan-Hour“ bei Radio Darmstadt

30. Januar 2016
Photo Credits: Sony Music, William Claxton

Photo Credits: Sony Music, William Claxton

Anlässlich des 75. Geburtstages von Bob Dylan in diesem Jahr haben sich die beiden Darmstädter Dylan-Enthusiasten Marco Demel und Thomas Waldherr etwas Besonderes einfallen lassen: Im Vorfeld der großen Darmstädter Dylan-Geburtstagsfeier am 24. Mai im Theater im Pädagog werden sie ab dem 18. Februar jeden dritten Donnerstag im Monat von 21 – 23 Uhr bei Radio Darmstadt die „Dylan-Hour“ über den Äther schicken.

In der Dylan-Hour – die ganz dylanesk zwei Stunden beträgt – steht in jeder Sendung eine Schaffensperiode der Musiklegende im Mittelpunkt. Los geht es im Februar mit den Basement Tapes, am 17. März folgt die Epsiode „Von Desire zu Hard Rain“, am 21. April fachsimpeln die beiden langjährigen Bobfans über Dylan, Sinatra und das „Great American Songbook“ und am 19. Mai soll sich alles um das Spätwerk des US-Barden mit den Alben „Love And Theft“, „Modern Times“ und „Tempest“ drehen.

Aber auch nach Dylans Geburtstag möchten die beiden ihr Werk fortsetzen. Ideen gibt es genug, die Planungen laufen auch hierfür schon in Kürze an.

Radio Darmstadt: 103,4 MHZ oder Webradio auf http://www.radiodarmstadt.de .

Happy Birthday, Steve Earle!

17. Januar 2016

Steve_Earle_070Steve Earle hier vorstellen zu wollen, hieße wirklich Eulen nach Athen zu tragen. Vor gar nicht allzu langer Zeit war er wieder auf Deutschland-Tour und da er ein unheimlich produktiver Querdenker ist, gibt es auch immer wieder etwas zu vermelden. Wie jüngst auch seinen Song, der offensiv den Staat Mississippi auffordert, die konföderierte Kriegsflagge als Bestandteil der Landesfahne zu entfernen.

Dieser Tage (17. Januar) wurde der Rebell der Countrymusik, der nicht nur wegen seines persönlichen Freiheitsdranges sich gegen den Mainstream stellt, sondern auch, weil er klare politische und gesellschaftliche Ansichten hat, 61 Jahre alt. Und wer ihn in diesen Tagen im Konzert erleben durfte, der hat einen Mann gesehen, der vor Energie und Kreativität nur so strotzt, und der noch dazu auch als Person selten so aufgeräumt wirkte wie heute.

Steve Earles Stern ging Mitte der 1980er Jahre auf. Er war einer der – neben Dwight Yoakam oder Lyle Lovett – die Country mit Rock-Attitüde verbanden, und als große Hoffnungen gefeiert wurden. Sein Debüt-Album „Guitar Town“ von 1986 war ein beachtlicher Einstand und „Copperhead Road“ von 1988 wurde ein großer Erfolg. Doch Earle war wohl vom Lebensstil derjenige, der wirklich am meisten Rock’n’Roll war. Denn der Absturz folgte jäh.

Alkohol- und Heroinsucht brachten ihn in Todesnähe. Doch Earle ging nicht den tragischen Weg anderer großer Musiker wie Hank Williams, Brian Jones oder Janis Joplin. Earle besitzt ein Überlebensgen. ob er seine Dämonen besiegt hat, wissen wir nicht. Er hat sie zumindest im Griff.

Im Gegensatz zu seinem guten Freund Townes van Zandt, der viel zu früh wegen ihnen verstorben ist. Nach ihm hat er seinen Sohn Justin Townes genannt und für ihn wollte er einmal in seinen Cowboystiefeln auf Bob Dylans Kaffeetisch steigen und ihn als „den größten Songwriter der ganzen Welt“ anpreisen. Wobei dieser Großmaul-Attitüde zum Trotz, er auch Bob Dylan seine ganze Karriere immer wieder gewürdigt hat und Dylans Songs ganz selbstverständlich zu seinem Live-Repertoire gehören.

Seit Ende der 1990er Jahre bringt Steve Earle regelmäßig großartige Platten heraus und hat sich in dieser Zeit deutlich politisiert, er definiert sich als Sozialisten und kritisiert die negativen Entwicklungen der US-Gesellschaft scharf. Seine Musik findet Anklang bei Kritik und Publikum gleichermaßen, und er erhielt bereits zweimal einen Grammy für das „Best Contemporary Folk Album“.

Auch auf seiner Deutschland-Tour hat er sich offensiv zum linken demokratischen Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders bekannt. Die Clintons sind für ihn schon zu sehr ein Teil des amerikanischen Problems und nicht dessen Lösung. Dass Steve aber meilenweit von einem wohlfeilen, aber folgenlosen „radical chic“ entfernt ist, sondern mit wirklicher Empathie und Mitgefühl für die Beladenen ausgestattet ist, beweist auch sein Benefizkonzert Ende letzten Jahres, als er zusammen mit Jackson Browne, Justin Townes Earle und „The Mastersons“ zugunsten der McCarton School auftrat, die eine Spezialeinrichtung für autistische Kinder und Jugendliche ist. Steve Earles 5-jähriger Sohn John Henry ist Autist und besucht diese Schule.

So bleibt dieser Steve Earle auch weiterhin ein amerikanisches Phänomen: Musikalisch verortet in der Countrymusik, politisch bei der Linken beheimatet, meint es das Schicksal trotz überstandener Drogenprobleme auch weiterhin nicht immer gut mit ihm. Doch auch die Krankheit seines Sohnes zeigt noch einmal auf: Steve Earle ist ein großer Kämpfer und ein großer amerikanischer Humanist. Happy Birthday, Steve Earle!

Fünf von Sechs!

19. November 2015

AmericanaDie Reclam Musik Edition zeigt viele Stärken, ein paar Schwächen und bestätigt Bob Dylans Ausnahmestellung

Seit einiger Zeit schon gibt es die CDs mit gelbem Cover der Reclam Musik Edition. Die kleinen gelben Reclam-Heftchen waren ja immer das Manna des bildungsbürgerlichen Nachwuchses und selbst ich als Kind eines kleinen Angestellten und einer Hausfrau, der es als erster seiner Familie aufs Gymnasium geschafft hatte, bekam ja seit der Mittelstufe Zugang zu den sorgsam editierten Klassiker-Volksausgaben für das kleine Geld. Shakespeares „Julius Caesar“ oder Shaws „Pygmalion“ begleiteten mich durch den Englisch-Unterricht, und noch waren die Dylan-Texte, die damals auch bereits Gegenstand der gymnasialen Bildung waren, nur als billige Zettel-Kopien als Unterrichtsmaterial erhältlich.

Umso größer mein Erstaunen über die günstigen CDs mit Best Of Kompilationen in der bekannten puristischen gelben Reclam-Optik. Denn die entpuppten die sich beispielsweise bei Bob Dylan als bereits längst vorhandene Kompilation, die von Sony einfach unter neuer Flagge zweitverwertet wurden. Selbst für Reclam zu billig, dachte ich mir und irgendwie an der Grenze zum unfreiwilligen Humor.

Aber dann fielen meine Augen kürzlich auf die sechs „All About“-Kompilationen. Und siehe da – es geht doch! Den Themen Americana, Singer-Songwriter, Acoutic Vibes, Revolution, Flower Power und Epic Rock gewidmet, lassen sie keine Wünsche offen. Gut zusammengestellt, mit kundigen Liner Notes versehen von Ernst Hofacker, einer Koryphäe des Musikjournalismus, gibt die Reihe einen sehr guten ersten Überblick über die Genres.

Auf fünf der sechs Sampler ist His Bobness sowohl mit eigenen Aufnahmen, als auch als Songwriter vertreten. Das bestätigt wieder einmal seine Ausnahmestellung in der populären Musik. Nur einmal – wen wundert’s – muss er passen. Ein Epic-Rock-Werk ist im Kanon des Meisters nun wirklich nicht zu finden.

Bob Dylan in der „All About“-Reihe:

Americana: Als Interpret eigener Songs mit „This Wheel’s On Fire“ (mit The Band) und „Heartland“ ( bmit Willie Nelson) sowie als Songwriter mit „You Ain’t Goin‘ Nowhere“ von den Byrds.

Singer/Songwriter: Als Interpret eigener Songs mit „It’s All Over Now Baby Blue“.

Acoustic Vibes: Als Songwriter mit „Knockin On Heaven’s Door“ in der Interpretation von Avril Lavigne.

Revolution: Als Interpret eigener Songs mit „Maggies Farm“

Flower Power: Als Interpret eigener Songs mit „Subterranean Homesick Blues“

Alle Titel sind passend ausgewählt. Nur beim letzteren finde ich das Love & Peace & Drogen-Motiv wenn überhaupt bei Dylan – Hofacker schreibt ja richtigerweise, dass Dylan nie ein Hippie war – dann eher bei Mr. Tambourine Man angesiedelt. Denn „Tambourine Man“ ist wirklich der Song zum friedlichen Trip, während ich „Subterranean“ dafür immer viel zu aufwühlend und als unterschwellig aggressiv und verstörend empfand. Das klingt eher nach Straßenkampf und nicht umsonst hat eine militante linke Gruppe in den USA aus diesem Song ihren Namen „Weathermen“ entliehen.

Doch ich bleibe dabei. Sony/Reclam sind sehr schöne Zusammenstellungen gelungen. Für kleines Geld eine gute Einführung in die Welt von Folk, Rock und Country. Und Reclam hat bei mir seinen Ruf wieder gerettet.

Country, Folk und Blues aus Rhein-Main

18. August 2015

Das „Germanicana-Folkfestival“ hat am 29. August in Darmstadt PremiereGermanicana_Plakat A2_5

Der Geist von Musik-Ikonen wie Bob Dylan, Johnny Cash, Kris Kristofferson oder Townes van Zandt liegt in der Luft, wenn am Samstag, 29. August, in Darmstadt zum ersten Mal das „Germanicana Folkfestival“ stattfindet.

„Es war die Idee und Initative von Wolf Schubert-K und wir freuen uns, Geburtshelfer und Paten dieser großartigen Sache zu sein“, erklären Theater-Chef und Sommerblüten-Organisator Klaus Lavies und Thomas Waldherr, Initiator und künstlerischer Leiter der Reihe „Americana im Pädagog“, zur Premiere des „Germanicana Folkfestival“ im Rahmen der Reihe „Sommerblüten 2015“. „Country, Folk, Blues and more aus Rhein-Main“ verspricht das Line-Up dieser Veranstaltung. „Für mich war das ein lang gehegter Herzenswunsch und ich bin froh und dankbar, dass er in Darmstadt endlich in die Tat umgesetzt wird“, so Musiker und Americana-Urgestein Wolf Schubert-K.

Und es hat sich gelohnt, denn das Publikum erwartet ein Americana-Programm vom Feinsten. Mit dabei sind an diesem Tag (Beginn 17 Uhr) im Hof des Hoffart-Theaters (Lauteschlägerstraße 28) der weit über die Region hinaus bekannte Folk- und Blues-Künstler Biber Herrmann, Americana Singer-Songwriter Markus Rill, Wolf Schubert-K & The Sacred Blues Band, die Frankfurter Band „Die DoubleDylans“, sowie die Darmstädter Lokalmatadoren „Candyjane“ und Vanessa Novak. Zwischen den musikalischen Acts wird Roger Jones die Zuhörer mit Poetry unterhalten.

Die Künstler in der Kurzvorstellung

Über Biber Herrmann hat Konzertveranstalter-Legende Fritz Rau einmal gesagt, er sei „einer der authentischsten und wichtigsten Folk-Blues-Künstler in unserem Lande und darüber hinaus. Den traditionellen Blues spielt er mit einer Lebendigkeit, die Herz und Seele berührt.“

Markus Rill ist ein großartiger Storyteller. Rill hat die Gabe, die ganze breite Palette menschlicher Empfindungen in Worte und Musik zu kleiden. Mal voller Humor und Optimismus, mal nachdenklich, mal traurig. Er lernte sein Handwerk in Austin/Texas und wurde schon mit mehreren internationalen Songwriterpreisen ausgezeichnet.

Wolf Schubert-K. war bereits in den 90er Jahren als Pionier des Alternative Country unterwegs. Mit der Sacred Blues Band haben sich gestandene Musiker zusammengetan die was zu sagen haben: Folksongs, Country, Gospel und Roots-Rock Elemente bilden das Fundament für die Geschichten zwischen Zusammenbruch und Aufbruch.

Die DoubleDylans sind Deutschlands außergewöhnlichste Bob Dylan-Coverband. Seit 1999 haben sie auf stets originelle Art ohne falsche Scheu, aber dafür mit viel Sinn für grotesken Humor die Songs des Meisters in ihren Frankfurter Mikrokosmos zwischen Taunus und Ebbelwoi, Gallus und Marrakesch überführt.

Auf den Spuren amerikanischer Folk-, Blues- und Countrymusik kreieren Candyjane ihren ganz eigenen high lonesome Sound, teils mit traditionellen Songs, teils mit Eigenkompositionen, die dem Regen huldigen, sehnsüchtige Wasserschnecken besingen oder von alltäglichen Fußangeln und schwarzen Löchern handeln, von Ungeziefer und erloschener Liebe.

Angelehnt an die Americana-Folk Tradition spielt die Deutsch-Amerikanerin Vanessa Novak eine eigene Mischung aus Folk-Blues und Country. Geboren in Detroit und aufgewachsen mit der Musik von Johnny Cash und Dolly Parton ist Vanessa Novak aus Darmstadt eine der authentischsten Songwriterin der deutschen Folk und Americana-Szene.

Und zwischen den Music-Acts slammt sich Poet Roger Jones durch die Americanische Musikgeschichte: bildhaft, schnell und poetisch!

Ein Festival für die Americana-Singer-Songwriter-Szene der Region

„In Rhein-Main gibt es eine rege Americana-Singer-Songwriter-Szene. Mit dem „Germanicana-Folkfestival soll sie sich in regelmäßigen Abständen treffen. Der Charakter soll irgendwo zwischen Festival und Jam-Session angesiedelt sein, so wird ein Schwerpunkt auch darauf liegen, dass die unterschiedlichen Acts auch in verschiedenen Kombinationen auf der Bühne stehen werden. Die Musik, das Publikum und unsere gegenseitige Wertschätzung stehen für uns im Mittelpunkt“, erläutert Schubert-K. die Intentionen der Veranstaltung.

Klaus Lavies und Thomas Waldherr indes freuen sich auf einen guten Zuschauerzuspruch. „Wer hier lebt und Country, Folk und Blues mag, der darf das „Germanicana-Folkfestival“ nicht versäumen“, wünscht sich Waldherr viele Besucher aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Tickets gibt es im Vorverkauf online unter http://www.ztix.de/ticketshop/kalender.html oder in Darmstadt im Darmstadt-Shop im Luisencenter, Luisenplatz 5, 64283 Darmstadt, Tel. 06151-134513.

„Just A Picture From Life’s Other Side“

15. März 2015

Seminar untersucht die gesellschaftlichen Hintergründe von Country, Folk & AmericanaBroschüre 1

Ein besonderes Bildungsangebot für Country & Folk-Freunde veranstaltet das Fridtjof-Nansen-Haus in Ingelheim in Zusammenarbeit mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e.V. und der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung am Freitag, 10. Juli, und Samstag, 11. Juli. Zwei Tage lang beleuchtet der Country.de-Redakteur und Bob Dylan & Americana-Experte Thomas Waldherr unter dem Titel „Just A Picture From Life’s Other Side“ die soziokulturellen und politischen Hintergründe von Folk, Country & Americana vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit.

Wie sich die politische Entwicklung der Südstaaten nach dem Bürgerkrieg, die Politik des New Deal, der Kalte Krieg und der Aufbruch der 1960er Jahre auf die Folk- und Countrymusik ausgewirkt hat, wird dabei ebenso anhand vieler Musikbeispiele nachgezeichnet, wie ein Blick nach vorne gewagt wird, in dem auf die aktuelle Americana-Szene im Zusammenhang mit den derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA eingegangen wird.

In Workshops können dann die Teilnehmer ausgewählte Songs besprechen oder selber unter der Anleitung von Country.de-Redakteur und Johnny Cash-Kenner Bernd Wolf und Elisabeth Erlemann („Sweet Chili) Folk- und Countrysongs schreiben und einüben. Am Samstagabend endet dann das Seminar mit einem Konzert von „Sweet Chili“ und Workshopteilnehmern.

Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 55 Euro, ohne Übernachtung 35 Euro. Für Jugendliche, Referendare und Studierende 35 Euro mit Übernachtung und 20 Euro ohne Unterkunft. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern, für Einzelzimmer wird ein Zuschlag von 25 Euro berechnet. Anmeldung bei: Anmeldung bei: Stefanie Fetzer, Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum Ingelheim, Tel. (06132) 79003-16, Fax (06132) 79003-22, E-Mail fna@wbz-ingelheim.de, Internet http//www.fna-ingelheim.de/Anmeldung.

Und hier geht’s zum detaillierten Programm: http://www.atlantische-akademie.de/folk-seminar-2015